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Thomas, Frieder (2004)
Types: Report
Subjects: Policy environments and social economy, Markets and trade, Social aspects
„Bio“ ist von einer Bewegung zur Branche geworden. Mit dem Schritt aus der Nische gelten für den Öko-Landbau die gleichen Gesetze des Strukturwandels wie für die konventionelle Landwirtschaft. Der soziale und regionale Anspruch, den der Ökologische Landbau in seinem Programmen erhebt, droht unterzugehen. Als Reaktion auf die Entwicklung differenziert sich der Biomarkt weiter aus. Das führt zunehmend zu unterschiedlichen Interessenslagen sowie zu unterschiedlichen Strategien innerhalb des Ökologischen Landbaus. Bei der Positionierung auf dem umkämpften Markt setzen viele Beteiligte auf Qualität, definieren diese jedoch sehr unterschiedlich. Im Wesentlichen können Produktqualität, technische Prozessqualität sowie ganzheitliche Prozessqualität unterschieden werden. Als Basis für das aufrecht Erhalten von sozialen Prinzipien steht das Einkommen im Vordergrund, dennoch sind auch „weiche Faktoren“ wie faire Preise, Regionalität, Kommunikation, kooperative Zusammenarbeit und Transparenz von großer Bedeutung. In diesem Sinne formulierten die Teilnehmer der Tagung folgende Ansprüche an die Politik • Angemessene Positionierung des Ökologischen Landbaus in den Agrarumweltprogrammen • Stärkere Berücksichtigung der sozialen und regionalen Prinzipien des Ökologischen Landbaus auch im Bundesprogramm Ökologischer Landbau; insbesondere bei - Öffentlichkeitsarbeit – Werbung – Marketing - Forschung und Entwicklung - Information und Vernetzung innerhalb der Biobranche • Weniger bürokratischer Aufwand • Auflagen verringern • 2. Säule: Investitionsförderung und Regionale Entwicklung stärken • Koordinationsstelle für Regionalvermarktung im BMVEL einrichten • Öffentliche Einrichtungen als Vorreiter unterstützen • Erfahrungen ermöglichen und weitertragen
  • No references.
  • No related research data.
  • No similar publications.

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