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Gühring, Ina Katrin (2000)
Languages: German
Types: Doctoral thesis
Subjects: Lack , Schaden , Burkholderia, 660, Elektrotauchlack , Burkholderia cepacia , Beschichtungsstörungen, electrocoat , Burkholderia cepacia , bad electrodeposition
Nach Umstellung auf umweltverträglichere Lackmaterialien (Reduzierung biozid wirkender Lösemittel, Schwermetalle) traten in Elektrotauchanlagen verschieder Werke der DaimlerChrysler AG vermehrt Beschichtungsstörungen bei Karossen auf. Dabei war ein pH-Anstieg des Lackmaterials, Schichtdickenanstieg, Abblättern des Lacks („Striptease“ Effekt), Oberflächenstörungen (Pusteln, Blasen, Krater), schlechter Umgriff, eine Bildung von Lackschlamm und geringerer Schichtwiderstand zu beobachten. Gleichzeitig wurden Mikroorganismen im Lackbad nachgewiesen. Dies führte unter erheblichem Kostenaufwand teilweise zur Notwendigkeit, die Becken völlig neu mit Elektrotauchlack zu befüllen und das alte Material als Sondermüll zu entsorgen. Es war nicht geklärt, ob die Störungen durch mikrobiologische oder chemische Faktoren hervorgerufen wurden. Ziel dieser Arbeit war es daher, die Ursachen der aufgetretenen Schäden, sowie die Faktoren, die zur Verkeimbarkeit des Elektrotauchlacks führen, zu ermitteln. Darüber hinaus wurde die KTL-Anlage 34-II in Sindelfingen routinemäßig mikrobiologisch untersucht, im Schadensfall auch Anlagen anderer Werke der DaimlerChrysler AG. Die isolierten Mikroorganismen wurden identifiziert und ihr Einfluß auf den Beschichtungsprozess überprüft. Es konnte erstmals eindeutig gezeigt werden, daß die entstandenen Schäden durch mikrobielles Wachstum in KT-Lack hervorgerufen wurden und nicht durch chemische Faktoren bedingt waren. Dabei trägt die Alterung und die Ultrafiltration des Lacks, sowie das Absinken des Lösungsmittelgehalts entscheidend zur Verkeimbarkeit des Materials bei. Aus dem Elektrotauchlack konnte bisher hauptsächlich Burkholderia cepacia isoliert werden. Mit diesem Keim wurden Wachstums- und Hemmversuche mit verschiedenen organischen Säuren und Lacklösungsmitteln durchgeführt. Auf diese Weise wurde ermittelt, welche Substanzen von B. cepacia als C-Quelle genutzt werden können, bzw. welche toxisch auf die Mikroorganismen wirken.
  • No references.
  • No related research data.
  • No similar publications.

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